Die Phasen einer Migräne – Prodromi & Aura

Wussten Sie, dass eine Migräne aus 4 Phasen, nämlich der Prodromi-, Aura-, Kopfschmerz- und Erholungsphase bestehen kann? Das bedeutet jedoch nicht, dass der unter Migräne Leidende alle Phasen durchleben muss.

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Heute wollen wir Ihnen die ersten 2 Phasen vorstellen! In den nächsten paar Wochen werden wir weitere Artikel über die anderen Migränephasen veröffentlichen. Also schauen Sie vorbei!

Prodromi-Phase

Wie im obigen Bild dargestellt, kann die Prodromi-Phase einer Migräne zwischen ein paar Stunden oder ein paar Tagen vor dem eigentlichen Migräneanfall auftreten. Es wird gesagt, dass „dies der erste Teil des Anfalls ist, in dem das „normale“ Gleichgewicht des Zentralnervensystems gestört wurde“.

Wenn die Vorboten, sogenannte Prodromis, auftreten, beginnt der Migränepatient zu bemerken, dass etwas nicht stimmt. Deswegen bezeichnen manche Menschen die Prodromi als „Warnsignale“ oder auch als „Vorphase“ des Anfalls! Manchmal sind es auch Angehörige oder nahestehende Personen, die die Symptome noch vor dem Migränepatienten wahrnehmen. Wie weiter oben angedeutet, durchläuft nicht jeder Migränepatient die Prodromi-Phase und der, der an Prodromi leidet, muss diese auch nicht zwingend bei jedem Migräneanfall durchleben.

Ungefähr 30% der an Migräne Leidenden durchleben die Prodromi-Phase. Mögliche Symptome können u.a. sein:

  • Reizbarkeit/Aufregung

  • Depressionen

  • wiederholtes Gähnen

  • häufiges Wasserlassen und verstärkter Harndrang

  • Heißhunger

  • erhöhter Durst

  • Photophobie (Lichtempfindlichkeit)

  • Phonophobie (Geräuschempfindlichkeit)

  • Konzentrationsschwierigkeiten

  • Schlafstörungen

  • Übelkeit

  • Erschöpfung

  • Muskel- und Nackenverspannungen

  • Aphasie (Schwierigkeiten beim Sprechen und Lesen)

  • kalte Gliedmaßen

  • Darmveränderungen 

  • Gedächtnisveränderungen

Der Unterschied zwischen der Prodromi- und Auraphase

Der Unterschied zwischen der Prodromi-Phase und der Auraphase wurde in den letzten Jahren geklärt, und zwar wurde die Auraphase als ein „fokal-neurologisches Defizit“ (visuell, sensorisch, etc.) definiert. Dadurch lässt sich die Migräne mit Auraphase besser diagnostizieren.

Die Auraphase, die nicht länger als 60 Minuten dauert, ist mit der fokal-kortikalen Aktivität verbunden. Die Prodromi-Phase hingegen steht in Verbindung mit verschiedenen Zonen des Zentralnervensystems (ZNS) und ist somit durch bestimmte Verhaltensmerkmale gekennzeichnet. Prodromi-Symptome halten meist länger an und verschwinden nicht immer vor dem Einsetzen des Schmerzes; manche gehen sogar mit den Symptomen der Kopfschmerzphase einher.

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Aura

Die Aura ist hauptsächlich eine Sehstörung, die in Form von blinkenden Lichtern, Lichtflecken, plötzlich auftretenden farbigen Lichtern oder sogar vorübergehendem Verlust des Sehvermögens auftreten kann. Lesen Sie hier ausführlich über die visuelle Aura!  Sie kann außerdem auch als sensorische, motorische oder verbale Störung auftreten.

Die sensorische Aura kann unabhängig von, gleichzeitig mit oder nach dem Auftreten der visuellen Aura eintreten. Sie ist durch Taubheit und durch ein Kribbeln gekennzeichnet, das in verschiedene Körperteile übergeht.

Eine weitere Aura-Art ist die dysphasische Aura, die Sprachprobleme verursacht. Normalerweise geht die Aura dem Kopfschmerz voraus. Es kann aber dennoch vorkommen, dass sie während des Migräneanfalls auftritt. 

Hier sehen Sie eine Liste der 5 geläufigsten Aura-Symptome. Haben Sie ähnliche Symptome durchlebt? Wenn nicht, welche haben Sie erfahren? Wir würden uns über einen Kommentar von Ihnen freuen!

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