Lebensmittel Fermentation und Migräneanfälle: Gibt es einen Zusammenhang?

Lebensmittel Fermentation und Migräneanfälle: Gibt es einen Zusammenhang?

Einführung

Als jemand, der persönlich unter Migräneanfällen gelitten hat, kann ich die Frustration verstehen, die mit dieser Erkrankung verbunden ist. In meiner Suche nach möglichen Auslösern für meine Migräneanfälle bin ich auf die Frage gestoßen, ob fermentierte Lebensmittel eine Rolle spielen könnten.

Das Verständnis von Fermentierten Lebensmitteln

Fermentierte Lebensmittel sind Lebensmittel, die durch den Prozess der Fermentation hergestellt werden. Bei der Fermentation organischer Substanzen, wie zum Beispiel Gemüse oder Getreide, werden Mikroorganismen wie Bakterien oder Hefen verwendet, um Zucker oder Stärke in organische Säuren umzuwandeln. Dieser Prozess verleiht den Lebensmitteln einen einzigartigen Geschmack und hält sie länger haltbar.

Einige gängige Beispiele für fermentierte Lebensmittel sind Sauerkraut, Joghurt, Kombucha, Kimchi und Käse. Der Konsum von fermentierten Lebensmitteln kann mehrere gesundheitliche Vorteile haben. Dazu gehören eine verbesserte Verdauung, ein gestärktes Immunsystem und eine verbesserte Nährstoffaufnahme.

Der Zusammenhang zwischen fermentierten Lebensmitteln und Migräneanfällen

Basierend auf persönlichen Beobachtungen scheint es eine Verbindung zwischen dem Konsum bestimmter fermentierter Lebensmittel und Migräneanfällen zu geben. Nachdem bestimmte fermentierte Lebensmittel wie Käse oder Sauerkraut gegessen wurden, treten häufiger Migräneanfälle auf.

Jedoch gibt es nur begrenzte wissenschaftliche Beweise für einen direkten Zusammenhang zwischen fermentierten Lebensmitteln und Migräneanfällen. Es gibt jedoch bestimmte potenzielle Auslöser innerhalb fermentierter Lebensmittel, auf die man achten sollte.

Ein solcher potenzieller Auslöser sind hohe Tyraminwerte, die in einigen fermentierten Lebensmitteln vorkommen können. Tyramin ist eine Aminosäure, die natürlicherweise in vielen Lebensmitteln vorkommt und bei manchen Menschen Migräne auslösen kann. Ein Beispiel für ein fermentiertes Lebensmittel mit hohem Tyramin ist gereifter Käse.

Ein weiterer potenzieller Auslöser ist der Alkoholgehalt in einigen fermentierten Getränken wie Bier oder Wein, der bei manchen Menschen ebenfalls Migräne auslösen kann.

Zusätzlich kann auch der Histamingehalt in fermentierten Lebensmitteln, wie zum Beispiel in einigen Käsesorten, bei empfindlichen Personen Migräneanfälle auslösen.

Den Konsum von fermentierten Lebensmitteln und Migräneanfällen verfolgen

Um den Zusammenhang zwischen fermentierten Lebensmitteln und Migräneanfällen besser zu verstehen, ist es wichtig, ein Migränetagebuch zu führen. Durch regelmäßige Aufzeichnungen können mögliche Auslöser identifiziert und diese Informationen mit dem Arzt geteilt werden.

Notieren Sie in Ihrem Migränetagebuch, welche spezifischen fermentierten Lebensmittel Sie konsumiert haben, die Frequenz und Menge des Konsums und detaillierte Beschreibungen der Migräneanfälle. Beispielhafte Einträge könnten sein:

  • Datum und Uhrzeit jedes Migräneanfalls
  • Dauer jedes Anfalls
  • Auswirkungen auf die täglichen Aktivitäten und Funktionsfähigkeit

Muster und Auslöser identifizieren

Indem Sie Ihre Tagebuchaufzeichnungen analysieren, können Sie möglicherweise Muster und Auslöser identifizieren. Achten Sie auf Korrelationen zwischen dem Konsum fermentierter Lebensmittel und Ihren Migräneanfällen.

Notieren Sie auch spezifische Zutaten oder Zusatzstoffe in den fermentierten Lebensmitteln sowie unterschiedliche Fermentationsmethoden. Beachten Sie auch eventuelle begleitende Faktoren wie Stress oder Schlafmangel, die ebenfalls eine Rolle spielen könnten.

Gespräche mit dem Arzt

Teilen Sie Ihr Migränetagebuch mit Ihrem Arzt, um eine umfassende Übersicht über Ihre Symptome und Auslöser zu geben. Ihr Arzt kann Ihnen professionellen Rat zum Konsum von fermentierten Lebensmitteln geben, einschließlich potenzieller Auslöser.

Fragen Sie nach Empfehlungen zur Häufigkeit des Konsums und den Portionsgrößen fermentierter Lebensmittel.

Informierte Entscheidungen treffen

Es gibt verschiedene Herangehensweisen an den Konsum fermentierter Lebensmittel. Sie können moderat konsumiert oder ganz gemieden werden. Es ist wichtig, Ihre eigene Toleranz gegenüber fermentierten Lebensmitteln zu ermitteln und eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sicherzustellen.

Sie können auch alternative Lebensmittel und Zubereitungsmethoden ausprobieren, um Ihren Bedarf an bestimmten Nährstoffen zu decken. Versuchen Sie beispielsweise nicht fermentierte Optionen in derselben Lebensmittelgruppe zu erkunden.

Letztendlich ist es wichtig, sich selbst mit Wissen und Selbstbewusstsein auszurüsten. Halten Sie sich über Forschungsstudien und Fortschritte auf dem Laufenden und nehmen Sie Ihre Gesundheit in die eigene Hand.

Zusammenfassung

Es gibt keine schlüssigen wissenschaftlichen Beweise für einen direkten Zusammenhang zwischen fermentierten Lebensmitteln und Migräneanfällen. Jeder Mensch reagiert individuell auf verschiedene Lebensmittel. Durch das Führen eines Migränetagebuchs und den Dialog mit Ihrem Arzt können Sie jedoch mögliche Auslöser identifizieren und informierte Entscheidungen über Ihren Konsum fermentierter Lebensmittel treffen.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Körper und Ihre Reaktionen kennen und eine für sich passende Ernährung wählen.

Jenny from Migraine Buddy
Love

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